Dr. Utz Jürgen Schneider
-  Immobilienberatung  -


Jürgen Schneider im Juni 1997 in Barthels Hof.
Foto: Wolfgang Zeyen

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Dr. Utz Jürgen Schneider

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Wolfgang Wischer
 

 

neu Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 4. August 2010
Deutschlands beliebtester Betrüger

neu Leipziger Volkszeitung vom 3. August 2010
„Leipzig war mein Waterloo“ - vor 16 Jahren brach das Schneider-Imperium zusammen

neu SPIEGEL vom 14. Juli 2010
Finanzkrisenprozess - Milde für den Milliardenzocker

Leipziger Volkszeitung vom 5. April 2010
Mäzene lassen Baudenkmäler im Osten glänzen

SPIEGEL.de - 31. März 2010
Die Neunziger, das unbekannte Jahrzehnt:
Jürgen Schneider, der Baulöwe

Leipziger Volkszeitung vom 30./31. März 2010
Leserbriefe

Leipziger Volkszeitung vom 11. März 2010
Tag der Architektur - in diesem Jahr am 26. und 27. Juni 2010

Schreiben vom 22. Januar 2010

ARD "hartaberfair" - 20. Januar 2010
Genug ist noch zu wenig -
Warum regiert uns die Gier?

RTL Guten Abend Hessen - 20. Oktober 2009
Jürgen Schneider erinnert sich

WDR-Fernsehen - 1. Oktober 2009
Wiederholung: Phoenix - 7. Oktober 2009 14:00 Uhr

Menschen hautnah: Ich war Baulöwe Dr. Schneider

sueddeutsche.de vom 1. Oktober 2009
Im Goldauto
Ein später, aber zeitgemäßer Film über den Fall Jürgen Schneider

Frankfurter Allgemeine vom 09. Juni 2009
Im Gespräch: „Baulöwe“ Jürgen Schneider
„Zu entschuldigen ist das gar nicht“

Leipziger Volkszeitung vom 5. Mai 2009
Vor 15 Jahren: Das Imperium des Immobilienmoguls Jürgen Schneider bricht zusammen

Financial Times Deutschland vom 9. April 2009
Das Modell Jürgen Schneider

Handelsblatt vom 7. April 2009
Was macht eigentlich Jürgen Schneider?

SPIEGEL vom 4. Mai 2009
Jürgen Schneider zu Gast in der Mädler-Passage

Zurück zur ehemaligen Wirkungsstätte: Ex-Baulöwe Jürgen Schneider (links) genoss gestern Nachmittag mit Ehefrau Claudia in der Mädler-Passage einen Kaffee und den Plausch mit Journalisten. Steffen Winter und der Leipziger Fotograf Martin Jehnichen interviewten Schneider für das Magazin Spiegel.
Foto: Wolfgang Zeyen

Herr Dr. Jürgen Schneider hatte zwar Schulden in Höhe von 5,4 Milliarden Mark, also etwa 2,7 Milliarden EUR. Was bedeutet diese Summe aber gegenüber den Geldern für den Rettungsschirm der Regierung für die Banken oder auch die Ausgaben für die Konjunkturpakete I und II.
Zu bedenken ist ja auch, dass durch das Engagement von Dr. Jürgen Schneider in Leipzig beträchtliche Werte in der Bausubstanz Leipzigs geschaffen wurden, wovon sich jeder augenscheinlich überzeugen kann.
Hier eine Auflistung der "Schneider-Bauten" in der Leipziger City.

sueddeutsche.de , 14. November 2008
"Die Bankiers mit eigenen Waffen geschlagen"

WELT.de, 22. Oktober 2008
Baulöwe Schneider fordert Gefängnis für Banker

DIE ZEIT, 22/1999
Leipzigs Liebling
Ein Spaziergang zu den Immobilien des Dr. Jürgen Schneider


Stadtrundgang
Auf den Spuren von Jürgen Schneider

Jürgen Schneider, ein Mann mit einem Faible für schöne Häuser, fühlte sich nach der Wende in Leipzig sichtlich wohl. Warum, ist nicht zu übersehen: Die Stadt des Historismus hat nicht nur ihn in ihren Bann gezogen. Neben seinem bekanntesten Objekt, der Mädler- Passage, stellt ein Rundgang der Firma Leipzig Erleben am Sonntag 15 weitere kulturhistorisch wertvolle Gebäude vor, die durch seine Hände gingen. Was inzwischen aus Immobilien wie dem Fürstenhof oder dem Romanushaus geworden ist, erfahren Teilnehmer dieses thematischen Stadtrundgangs ebenfalls.
Treffpunkt zur zweistündigen Tour ist um 14 Uhr an der Tourist-Information, Richard-Wagner-Straße 1.
Tickets zu acht Euro gibt es unter Tel. 0341 7104280 oder unter tickets@leipzig-erleben.com.

r.

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Rundgang | 2 Std | max. Teilnehmer: 25 pro Gruppe | 90€

Sie können als Gruppe eine solche Führung buchen!

Dauer der Führung: 2 Stunden
Treffpunkt: Tourist-Information
Näheres zur Buchung eines solchen Rundganges erfahren Sie hier.
Die Führung "Jürgen Schneider und seine Immobilien in Leipzig" (Rundgang)
findet im Jahr 2010 an den folgenden Terminen statt.

Tag                 Uhrzeit
17.01.2010         14:00
30.05.2010         14:00
08.06.2010         11:00
18.07.2010         14:00
21.11.2010         14:00

SPIEGEL.de, 20. Dezember 2007
Der Gauner mit der weißen Weste

Leipziger Volkszeitung, 10. März 2007
Nachdenken über Leipzig:
heute Jürgen Schneider, ehemaliger Immobilienmogul

Leipziger Volkszeitung, 19. Januar 2007
Stadtrundgang
Führung rund um Jürgen Schneider

Leipziger Volkszeitung, 3. Juli 2006
Stadtrundgang - „Auf Schneiders Spuren“

Leipziger Volkszeitung, 9. April 2004
Zehn Jahre Schneider-Pleite - „Schock größer als Schaden“

boerse.de - 15. September 2002
"Peanuts" - Die Schneider-Immobilien-Pleite 1994


Leipzig, im April 2001

Aus aktuellem Anlaß wird gebeten, Kontakte zu Herrn Dr. Jürgen Schneider grundsätzlich über Herrn Ulf Mailänder herzustellen, möglichst direkt per eMail.



 Leipziger Volkszeitung vom 19. Oktober 2000
Zwischen Schein und Sein - Schneider in Leipzig

Leipzig sei sein Waterloo gewesen, meint Jürgen Schneider noch immer. Am Dienstagabend war der einstige Bau-Napoleon zusammen mit Ehefrau Claudia wieder einmal an den vermeintlichen Ort der Niederlage zurückgekommen. Das Studentencorps Thuringia hatte ihn zu einem Vortrag eingeladen. Die Überschrift: "Mehr Schein als Sein".



 Leipziger Volkszeitung vom 3. Mai 2000
Jürgen Schneider schreibt weiteres Buch
Der Ex-Baulöwe will mit dem Erlös den durch seinen Bankrott betroffenen Handwerkern unter die Arme greifen

Berlin (AP). Sechs Jahre nach seiner Aufsehen erregenden Milliardenpleite will der frühere Bauunternehmer Jürgen Schneider ein drittes Buch schreiben, um den von seinem Bankrott betroffenen Handwerkern zu helfen. Er habe bereits zwei Bücher verfasst, deren Erlöse in einen Hilfsfonds für die Handwerker geflossen seien, sagte der 65-Jährige in einem gestern veröffentlichten Interview der Zeitschrift "Super Illu". Das unter seiner Pleite auch Handwerker gelitten hätten, brenne ihm immer noch sehr auf der Seele und tue ihm nach wie vor "bitter leid". Auch in Leipzig waren und sind viele Handwerksbetriebe von dem Bankrott des Pleitiers betroffen. Trotzdem schlägt Schneider, der in der Messestadt solch bekannte Gebäude wie die Mädler Passage oder das Städtische Kaufhaus sein Eigen nannte, in Leipzig auch heute noch viel Sympathie entgegen.
Seine Schulden in Höhe von 5,4 Milliarden Mark müsse er bis zum Ende des Konkursverfahrens "in einigen Jahren" nicht zurückzahlen, sagte Schneider. "Dann darf ich monatlich etwa 1700 Mark für meine Frau und mich behalten. Was darüber liegt, wird gepfändet." Auf die Frage, wovon er bei einer Miete von 2100 Mark monatlich eigentlich lebe, antwortete Schneider: "Meine Kinder haben geerbt und unterstützen uns, zahlen auch die Miete. Wir haben damit keine Probleme, sind glücklich mit unserem Leben. Die Familie hält eng zusammen."
Schneider betonte, er sei nicht verurteilt wurden, weil so viele Handwerker ihr Geld nicht erhalten hätten, sondern wegen Bankenbetrugs. Kein Betrieb sei Pleite gegangen. Die Deutsche Bank habe sich später um die Handwerker gekümmert. "Auch die anderen Banken haben diese Pflicht", betonte Schneider. "Meine Frau und ich sind als persönlich Haftende ganz allein in Konkurs gegangen. Die Schulden der Handwerker kann ich nicht bezahlen, aber ich würde ihm raten: Sag deiner Bank, dass sie wie die Deutsche Bank helfen soll."



 Leipziger Volkszeitung vom 14. April 2000
Haftbefehl aufgehoben

Frankfurt/M. (dpa): 
Gegen den verurteilten Dr. Jürgen Schneider besteht kein Haftbefehl mehr. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hob gestern den letzten Haftbefehl wegen Verdachts der Steuerhinterziehung auf. Der Haftrichter habe Zweifel an dem von der Staatsanwaltschaft behaupteten Tatverdacht gegen Schneider.



 Leipziger Volkszeitung vom 29. März 2000
Wandel in der Schneider-Sicht?

Zu: "Buchmesse: Andrang bei Pleitier Jürgen Schneider" (24. März)
Es verwundert mich sehr, was ich bei Ihnen über Herrn Dr. Schneider und seinen Auftritt auf der Buchmesse lesen kann. Vor ein paar Wochen druckten Sie Leserbriefe ab, in denen unsere geplanten Stadtführungen mit Dr. Schneider total zerrissen wurden, die Stadt sprach sogar von einem Skandal, und wir erhielten von Leipziger Bürgern Morddrohungen. Jetzt finden es die Leipziger super und klatschen Beifall. Hat sich hier ein kolossaler Wandel in der öffentlichen Meinung vollzogen oder spricht man mit zwei Zungen?

Richard Schrumpf,
Chef des Leipzig Tourist Service e.V.


 Leipziger Wochenkurier vom 21. März 2000
Dr. Schneider liest in Leipzig

Jürgen Schneider kommt zurück: Zur Buchmesse liest er aus seinen Büchern "Bekenntnisse eines Baulöwen" und "Alle meine Häuser" am 23. März, 19 Uhr, Historischer Speisesaal, Hauptbahnhof.

Dr. Jürgen Schneider wurde gestern Abend (23. März 2000) anläßlich der Leipziger Buchmesse in der Osthalle des Hauptbahnhofes bei seinen Buchlesungen von rund 1000 interessierten Zuhörern ein wahrhaft triumphaler Empfang bereitet. 
Am Schluss spendeten die Anwesenden viel Beifall und standen Schlange für ein Autogramm.
Auf die konkrete Frage nach möglichen Leipzig-Stadtführungen zu seinen Häusern angesprochen antwortete Dr. Schneider "wenn die Leipziger das wünschen - gern".

Wolfgang Wischer


Artikel zur Buchlesung von Dr. Schneider in der LVZ vom 24. März 2000

Beinahe wie damals:
Der Herr Doktor in der Mädler-Passage



Leipziger Volkszeitung vom 14. Februar 2000
Friedhelm Eberle las aus Bekenntnissen des Jürgen Schneider
Robin Hood lässt grüßen

Eberle las im Schauspiel-Foyer
Foto: Kempner
Ist er ein Pleitier in Nadelstreifen, ein Schelm, der uns den Spiegel vorhält oder gar ein moderner Robin Hood? An jedem der drei Bilder sei ein Körnchen Wahrheit, sagt Jürgen Schneider in seinen "Bekenntnissen eines Baulöwen". In der Biografie stellt er sich als Vorkämpfer für den Aufbau Ost und Opfer der Banken dar. Er macht das so geschickt, dass er längst eine Fangemeinde hat.
Auch als Friedhelm Eberle dem Hochstapler gestern im Schauspielhaus seine Stimme lieh, lag darin eine gewisse Sympathie. Der Schauspieler sparte jedoch nicht mit Ironie, die Schneiders Weltsicht als arg naiv entlarvte. Bei der Bemerkung, Leipzig plane ein Schneider-Denkmal, kugelten sich einige Zuhörer vor Lachen.
Eine Stunde lang flog Eberle durch den Text - klar artikulierend und mit treffender Mimik. Ganz langsam liest der Schauspieler die Stelle, an der Ex-OBM Hinrich Lehmann-Grube als "CDU-Mann aus dem Westen" bezeichnet wird. Eberle guckt erwartungsvoll ins Publikum. Pause. Kichern. Jemand korrigiert "SPD". "Schneider ist ein sehr einfacher, sehr sympathischer Mann", urteilt der Mime, der den Baulöwen besucht hat, um sich auf seine Rolle in "Herr der Häuser" vorzubereiten.
Eberle findet es schade, dass Schneider keine Stadtführungen machen wird. "Das wäre ein herrliches Medienspektakel", findet er. "Die ganze Welt lacht über Schneider - außer den Betroffenen."
In der sich anschließenden Podiumsdiskussion kritisierte Christian Pauselius, der an einem Film über Schneider arbeitet, die Biografie. "Sie hat literarische Qualitäten, die Person aber bleibt unkenntlich." Autor Ulf Mailänder gestand, keinen Wert auf O-Töne gelegt, sich aber 30mal für je vier Stunden mit Schneider unterhalten zu haben. Der Pleitier fände das Werk gut. Den Fehler bei Lehmann-Grubes Parteizugehörigkeit habe er bemerkt. Zu spät ...
hep


Leipziger Volkszeitung vom 10. Februar 2000
Wieder Rundgang auf Schneiders Spuren

Einen Stadtrundgang auf den Spuren des früheren Baulöwen Dr. Jürgen Schneider bietet der Gästeführerverband am Sonntag (13. Februar 2000). Los geht´s um 14 Uhr an der Tourist-Information in der Richard-Wagner-Straße 1. Erzählt werden soll laut einer Mitteilung des Verbands aus der Geschichte von Bauten wie dem Romanushaus, der Mädlerpassage und dem Fürstenhof, die Schneider erworben hatte, dann aber überwiegend nicht mehr fertigstellen konnte, weil er pleite war. Heute sind die meisten saniert.

r.


 Zusatzveranstaltung: AUS DEM SCHNEIDER - Eine Lesung - 
13. Februar 2000 um 11 Uhr Garderobenfoyer (Schauspielhaus Leipzig)

Friedhelm Eberle liest aus den Memoiren Dr. Jürgen Schneiders BEKENNTNISSE EINES BAULÖWEN mit anschl. Podiumsgespräch.
Die Ankündigung des Leipzig-Tourist-Service (LTS), Dr. Jürgen Schneider solle Stadtführungen zu "seinen" Bauten machen, sorgte für Wirbel. Was die einen für einen gelungenen PR-Gag hielten, ließ bei anderen die Emotionen hochkochen.

Auch das Schauspiel Leipzig hat "seine" Schneider-Geschichte: 1998 spielte Friedhelm Eberle den "Herren der Häuser" in dem gleichnamigen Stück von Pierre Walter Politz, das den Bauskandal auf die Bühne brachte. Friedhelm Eberle ist es auch, der jetzt aus den soeben erschienenen Memoiren Schneiders, "Bekenntnisse eines Baulöwen", das Leipzig-Kapitel, die Flucht und Ausschnitte aus den Prozeß-Protokollen vorstellen wird.
Die Lesung findet am 13. 2. um 11 Uhr im Garderobenfoyer des Schauspielhauses statt.
Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutieren der TV-Journalist Ulf Kalkreuth (Moderation), Ulf Mailänder (Ghostwriter der "Bekenntnisse eines Baulöwen") und Christoph Pauselius, Leipziger Filmemacher und Theaterredakteur über den "Fall Schneider". Weiter geladen ist Roland Wetzel, Geschäftsführer der Sächsischen Bau- und Restaurierungswerkstätten, Grimma.


Beim Tourist-Verein wollen die ersten Gäste den Rundgang buchen

Die Stadt Leipzig wollte sich gestern (27. Dezember 1999) zu den geplanten Schneider-Rundgängen offiziell nicht äußern - die meisten Beigeordneten sind im Urlaub. Peter Kaminski, amtierender Bürgermeister: "Meine persönliche Meinung ist, dass Herr Schneider vieles begonnen hat, was andere nicht begonnen hätten. Das ist ein gewisses Verdienst. Er hat aber auch verantwortungslos gehandelt. Daher habe ich so meine Probleme mit den Führungen."
Der Tourist-Vereinschef Richard Schrumpf berichtete von postitiven Reaktionen: "Viele wollen die Führungen buchen." Sein Problem ist die Vermarktung der Stadt und ihrer City: "Viele schöne Häuser bekommen erst ihre Aufmerksamkeit, wenn sie mit dem Namen Schneider verbunden werden. Er ist nun mal ein Magnet." Schrumpf will aber abwarten: "Wenn es eine zu starke Ablehnung gibt, werden wir die Touren nicht machen."

Leipziger Volkszeitung vom 28. Dezember 1999


"An Madame Tussaud stört sich kein Mensch"
Immer mehr wollen Karten für geplante Schneider-Führungen / Echo auf Aktion gespalten / PDS spricht von "Skandal"

Ein breites Echo lösen weiterhin die geplanten Führungen des Leipziger Tourist-Service (LTS) mit Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider aus. Viele Leute sind empört, andere wiederum sehen darin eine gute Werbung.
Bei LTS-Chef Richard Schrumpf melden sich unterdessen aus ganz Deutschland immer mehr Interessenten. Bis gestern Abend waren´s 80. "Wir vergeben natürlich keine Karten, wir merken auch niemanden vor." Noch stünde nichts fest. Er habe auch "ganz kritische Töne" von Leipzigern zu hören bekommen, so der gebürtige Schweizer. Ihn erstaune die Empörung - auch die, Schneiders Handabdruck in die Straße der Stars aufzunehmen. "Im Wachsfigurenkabinett in London leben Könige und Verbrecher unter einem Dach. An Madame Tussaud stört sich kein Mensch."
Auch einige LVZ-Leser können die Aufregung überhaupt nicht verstehen. Anton S.: "Das ist doch kein Drama!" Für manche sei Schneider eine Kultfigur: "Warum soll ein Mann wie er kein Recht auf einen Neuanfang haben, nachdem er seine Strafe verbüßt hat?" Ein Karl-Eduard Schnitzler lese vor ausverkauften Sälen; ein Kaufhauserpresser Dagobert schreibe Bücher. Simone K. findet die Idee gar nicht schlecht, sofern Schneider kein Geld daran verdient. Über dessen "Verteufelung" fassungslos war Albert M.: "Auch Schneider muss die volle Chance bekommen, in die Gesellschaft zurückzukehren", so der Jurist. Wenn Leipzig dabei bekannter wird, sei das doch "sehr schön".
Die meisten Anrufer gestern in der Redaktion hielten die Aktion für eine "Geschmacklosigkeit". So ist Schneider zum Beispiel für Gisela P. "der Inbegriff der Unmoral". Dieter Teichert und Karlheinz Böhme befürchten eine "Verhöhnung und Beleidigung der Geschädigten". René O. sieht ein Sicherheitsrisiko auf Leipzig zukommen. Und Sieglinde B. meinte: "Schneiders Fingerabdruck gehörte in die Straße der Verbrecher." Die PDS-Fraktion bezeichnete eine Leipzig-Werbung mit Immobilien-Bankrotteur Schneider gestern als einen "Skandal".

Sabine Kreuz
Leipziger Volkszeitung vom 30.12.1999